| Interview: Dierk Murelli |
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Dierk Murelli kennt den Holiday Park von früheren Auftritten gut. Der Moderator, Varietéstar, "Stand-up-Comedian" und Zauberkünstler feiert seit vielen Jahren mit wechselnden Programmen internationale Erfolge. Neben zahlreichen Engangements bei verschiedenen TV-Sendern oder unterschiedlichen Freizeitparks in Europa ist Dierk Murelli unter anderem auf den Kreuzfahrtschiffen der AIDA-Flotte ein sehr gern gesehener Programmpunkt des internationalen Showsprogramms. 1. Seit wann arbeiten Sie im Holiday Park als Künstler?Das erste Mal war die Saison 1997, dann '98, '99 und 2000. Da habe ich die Karaoke-Show moderiert und zusammen mit Goliath die Zaubershows auf der Pfälzer Showbühne und im Blumenpark gemacht. Jetzt bin ich schon wieder das dritte Jahr hier im Park und im nächsten Jahr bin ich auch wieder dabei. 2. Wie kam es seinerzeit zu einem Engagement im Holiday Park?Die ehemalige Chefin vom Entertainment, Frau Liliana Schneider, hat mich bei einer Privatveranstaltung gesehen, bei der ich eine Zaubershow gemacht habe und hat mich dann gefragt, ob ich Interesse hätte, im Holiday Park zu arbeiten. 3. Was war damals Ihr erster Eindruck vom Holiday Park?Es war eigentlich immer ein Wunsch von mir, hier im Park zu arbeiten, da ich auch nicht weit entfernt von hier wohne. Insofern war das dann ein sehr schöner Moment, als ich hier das Engagement bekommen habe. 4. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?Ich habe erst zwei andere Berufe gelernt, erst Vermessungstechniker und dann Grafikdesigner, außerdem habe ich vom 14. - 28. Lebensjahr Musik gemacht. Durch das Musikmachen bin ich dann zur Zauberei gekommen, durch einen Zauberkünstler, der bei einer Veranstaltung aufgetreten ist, bei der ich Musik gemacht habe. 5. Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?Die Arbeit mit den Menschen. Obwohl es jeden Tag die gleiche Show ist, ist es trotzdem jeden Tag irgendwie anders, jeden Tag passiert etwas anderes. Man kann es nicht einheitlich machen, Menschen sind eben keine Maschinen. 6. Wie sehen die Vorbereitungen auf eine Wasserskishow aus, wann beginnen die Proben?Die Proben für eine Wasserskishow beginnen meistens ca drei Wochen vor Saisonstart. Nächstes Jahr wird Ende März aufgemacht, das heißt, Anfang März gehen die Proben los. Dann heißt es Texte lernen, das sind immer einzelne Parts, die geübt werden. Am Schluss werden die Teile dann zusammengesetzt. Man weiß eigentlich drei Tage vorher noch gar nicht, wie die Show im Endeffekt dann aussieht, weil eben nur immer einzelne Teile geprobt werden und erst zum Schluss alles wie ein Puzzle zusammengesetzt wird. Erst dann sieht man das Gesamtwerk. 7. Sind Sie am Entwicklungsprozess der Shows beteiligt?Das Thema der Show wird vorgegeben, da habe ich keinen Einfluss drauf. Das Einzige, was von mir kommt, das sind die Texte. Ich bekomme ein paar Vorschläge von Texten, die ich verwenden könnte. Das sind aber nur minimale Vorgaben, damit ich überhaupt verstehen kann, was die Show überhaupt beinhaltet. Ob ich den Text dann so nehme, wie er bei den Vorgaben steht, was ich übrigens nicht mache, oder ob ich meinen eigenen Text verwende, das bleibt mir überlassen. 8. Sie müssen für Ihre beiden Rollen jede Menge Text auswendig lernen, war das sehr schwierig für Sie?Wie gesagt, am Anfang ist es schwierig, weil du nicht weißt, um was es in der Show geht. Du siehst ja erst am Schluss das endgültige Ergebnis. Da es ja meine eigenen Texte sind, ist es nicht mehr so schwer, man wächst ja auch hinein und spielt es sehr oft. 9. Welche Ihrer Shows gefiel Ihnen bisher am besten / hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?Die Show dieses Jahr, die hat mir am meisten Spaß gemacht. Die Saison ist wirklich rasend schnell vorbeigegangen und auch das Team fand ich klasse, es gab keine Probleme, das war wirklich ein sehr schönes Jahr. 10. Welche Show war bisher am anspruchsvollsten / schwierigsten?Am Anfang ist jede Show schwierig und anspruchsvoll, und wenn's dann in die Routine geht, dann ist keine Show mehr wirklich schwer. Das ist dann ein Automatismus, wenn du die Musik hörst, dann macht's im Kopf schon 'klick'. Ohne die Musik würdest du vielleicht gar nicht auf den Text kommen, aber mit der Musik, dann kommt das automatisch. Wie gesagt, das ist ein Automatismus. 11. Fällt es Ihnen schwer aus Ihrer Rolle als "Mr. Z" wieder herauszukommen?Ich sage zwar immer, wenn man drei Jahre einen Bekloppten auf der Bühne gespielt hat, dass es schwierig ist, wenn man abends oder nachmittags nach Hause geht, dass man wieder normal wird ... Ich hoffe, man merkt es mir noch nicht an, wenn ich abends weggehe (lacht). Mir gefällt die Rolle, weil ich Comedy einbauen kann und insofern ist das eigentlich für mich eine sehr schöne Rolle. 12. Jeden Tag bis zu vier Shows, ist das nicht sehr anstrengend?Wenn du ein gutes Team hast, wenn sich die Leute untereinander verstehen und wenn das Wetter einigermaßen mitmacht, dann ist das schön, dann macht das Spaß. Und dann ist das auch machbar. Ist das Wetter allerdings verregnet, wir haben ja jetzt Glück mit dem Wetter im Oktober, aber wenn's dann kalt wird, dann macht das keinen Spaß mehr. Oder wenn nur ein paar Leute im Publikum sitzen, dann ist das natürlich nicht so schön, als wenn die Bude voll ist. 13. Sie ziehen sich innerhalb weniger Sekunden um und wechseln den Ort, war es schwierig, sich daran zu gewöhnen?Am Anfang ist es schwierig, weil eben noch nicht diese automatischen Handlungen sitzen, aber wenn du das fünf oder sechs Mal gemacht hast, dann kommt da wie gesagt ein Automatismus rein. Wenn du hintendran bist, dann hörst du das ja schon an der Musik, du weißt auch genau, wie viel Zeit du noch hast. Du brauchst auch nichts mehr zu suchen, du weißt ja ganz genau deine Handgriffe, die du zu machen hast, insofern ... Am Anfang ist es schwierig, weil du die Zeit nicht richtig einschätzen kannst, aber jetzt ist das kein Problem mehr. 14. Welche Shows gefallen Ihnen persönlich besser? Zaubershows oder die Wasserskishow?Mir gefällt beides, ich mache auch beides gerne. Zaubershows sind eben etwas ganz anderes als die Wasserskishows, da stehe ich alleine auf der Bühne und mache eine Stunde Programm. Die Wasserskishow ist insofern schöner, weil du in einem Team arbeitest, das ist natürlich lustiger. Wenn du alleine in deiner Umkleidekabine sitzt, irgendwo bei einer Veranstaltung, dann kannst du schlecht über dich selbst lachen, da ist es schon schöner, wenn noch jemand mit dabei ist. 15. Was war Ihr bisher lustigstes Erlebnis in einer Show?Das sind so viele Erlebnisse ... Ich mach das Ganze, seit ich 24 bin, das heißt jetzt fast 20 Jahre, da sind so viele lustige Momente passiert ... Auch heute waren wieder lustige Momente für mich dabei, das ergibt sich dann durch irgendwelche Zufälle. Du kannst das nicht vorher planen, das sind spontane Sachen, bei denen ich plötzlich einen Gedankenblitz bekomme. 16. Gab es mal eine Situation, in der Sie trotz Ihres Improvisationstalents nicht weiterwussten?Nö! (lacht) 17. Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Witze?Wie eben schon gesagt, das ergibt sich durch irgendwelche Zufälle, bei denen man dann einen Gedankenblitz bekommt. Ich meine, wenn jetzt jemand total spießig ist und überhaupt keinen Humor hat, dann ist das für denjenigen wahrscheinlich schwieriger, als wenn jemand schon mit der Comedy verwachsen ist. Ich sehe in vielen Situationen lustige Sachen und dann kommen mir diese Ideen, das ergibt sich einfach. Manchmal merkt man dann, "Oh, das kommt an beim Publikum", dann nimmt man das in der nächsten Show wieder mit rein. Bei anderen Sachen, wo man selber denkt, dass das vielleicht ein Kracher sein könnte, und keine Reaktion kommt, dann lässt man das eben weg. 18. Womit verbringen Sie Ihre Zeit, wenn Sie nicht auf der Bühne stehen?Ich verbringe viel Zeit mit meiner Tochter und bin viel mit dem Boot unterwegs, wenn ich wirklich mal freihabe. Aber viel Zeit bleibt eigentlich gar nicht, weil ich nebenher noch eine Firma habe, und ich vor und nach dem Park eigentlich im Büro sitze. 19. Würden Sie es sich zutrauen, auch einmal selbst auf Wasserskiern zu stehen?Ich bin lange selbst Wasserski gefahren. Das ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich denke, ich krieg das schon noch hin. Jetzt mal abgesehen von irgendwelchen Saltos und Sprüngen, aber so herumfahren, das schaffe ich schon noch (lacht). 20. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Fans und was würden Sie Ihnen mit auf den Weg geben?Fans sind immer wichtig. Man freut sich auch immer, wenn man bekannte Gesichter im Publikum sieht. Man freut sich dann schon, wenn man bemerkt, dass sich die ganze Arbeit, die man in eine solche Show reinhängt, auch lohnt und Leute da sind, die das respektieren und denen das gefällt. Weiter so! (lacht) Wir bedanken uns bei Herr Murelli für das Interview und wünschen ihm noch viel Erfolg! |





